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   1 Reise - 2 Kontinente - 3 Punkte - Einmal Istanbul und zur├╝ck!

Am Mittwoch Nachmittag traf ich mich mit Mario van Bebber damit man sich
gemeinsam auf die bevorstehende Türkei-Reise alkoholtechnisch einstimmen konnte.
Gegen 15 Uhr wurden wir von 2 Mitgliedern des Bönninghardter Fanclubs Dropkick
Supporters abgeholt und zum Flughafen Düsseldorf gebracht. Nach einigen
Raucherpausen und überschaubaren Bieren aus der Dose, konnte der Flug Richtung
Istanbul starten. 90 % der Flugreisenden waren in schwarz-weiß-grün gekleidet,
womit deren Intention nach Istanbul zu fliegen mit unserer gleich kam. In einer
großen Maschine von Turkish Airlines, ausgestattet mit Bildschirmen in den
Kopfstützen und genügend Freigetränken an Bord, ging es dann innerhalb 3 Stunden
vom Rhein abwärts Richtung Bosporus. Am Atatürk-AirPort angekommen wurden wir
in, vom Hotel gestellten, Shuttle-Bussen bis vor den Eingang unserer Unterkunft
für die nächsten beiden Nächte chauffiert. Wobei wir eher durch den Verkehr der
großen Metropole ohne Rücksicht auf Personen- oder Automobilverluste hindurch
geschoben wurden (Die Hupe des Taxifahrers wird häufiger bedient als die Bremse,
geschweige denn ein Blinker). Nachdem wir uns mit einigen Schlummertrünken ins
Reich der Europapokalträume verabschiedeten und ins Bett gingen, standen wir
ausgeruht und voller Tatendrang am nächsten morgen am Frühstücksbüffet
(zumindest diejenigen, die nicht morgens um 5 Uhr vom Tagesgebet der Imam, die
aus den Lautsprechern der zahlreichen Moscheen die gesamte Stadt beschallen,
geweckt wurden). Mit einer tollen Aussicht auf das Goldene Horn, einer lang
gezogenen Bucht des Bosporus, startete man in den Tag und traf sich gegen 13 Uhr
unter der Galatabrücke mit vielen Gleichgesinnten. Ein paar Raki und Efes-Pils
später starteten dann die zwei Fähren des Fanprojekts und mit denen ca.1.000
Borussen, denen eine 90 Minuten andauernde Rundfahrt über den Bosporus
bevorstand. Da diese aber schon seit Wochen ausgebucht waren, entschieden wir
uns eine einfache Überfahrt für umgerechnet 0,50 € zu nehmen, um auf die
asiatische Seite von Istanbul zu gelangen. Dort angekommen, stärkten wir uns in
aller Ruhe wie es sich für deutsche Touris gehört, mit Bier, Pommes und
Burger.;-) Gesättigt und frohen Mutes warteten wir auf die Fanprojekt-Fahrer um
gemeinsam, bei strömenden Regen, aber lockeren 10-12 Grad, durch die Innenstadt
zu laufen. Mit genügend Begleitschutz in Form von, mit Regencapes
ausgestatteten, Rechtshütern kamen wir sicher am Sücrü-Saracoglu Stadion an.
Obwohl das Stadion auf den ersten Blick einen modernen Eindruck vermittelte,
kann man schon froh darüber sein, dass wir in Deutschland überwiegend
multifunktionale Arenen haben. Nichtsdestotrotz konnte weder der Betonbau noch
der "Käfig", der sich Gästeblock nannte, die gute Stimmung drücken. Auch auf
Seiten der Fener-Fans kam eine beträchtliche Lautstärke zustande und man konnte
einen Eindruck von der viel gepriesenen südländischen Atmosphäre aufschnappen.
Nicht auszudenken, wenn das Stadion ausverkauft gewesen wäre und es kein Spiel
um die Goldene Ananas gegeben hätte. Unsere B-Elf vom Niederrhein zeigte sich
gegen die Ersatz-Elf vom Bosporus gut aufgelegt und ließ später, bis auf den
Gästeblock, der Deutschlaaaand-Deutschlaaaand Sprechchöre ertönen ließ, das
ganze Stadion verstummen.
Nach Schlusspfiff wurden wir zwar ca. 50 Minuten im Block fest gehalten, aber so
konnte der neue Ohrwurm ("Wir versaufen unser Geld, in den Kneipen dieser Welt,
INTERNATIONAL, INTERNATIONAL") in unser Langzeitgedächtnis eingefräst werden.
Auf dem Rückweg zur Fährstation wurde uns bewusst, was uns auch später vor Augen
geführt wurde. Die letzte Fähre wurde verpasst und so mussten, bis auf die
Fanprojektfahrer, deren Fähren warteten, ca. 2.500 Borussen raus aus Asien.
Nachdem die Beschreibung der Linienbusse sich als zu schwierig erwies, handelten
wir mit den, weitaus nicht immer netten türkischen Taxifahrern, einen für uns
gerechten Fahrpreis aus. Passend hierzu ein Kommentar eines Borussen der
sichtlich aufgebracht war: "Ist mir scheißegal wohin der uns jetzt fährt,
Hauptsache Europa!"
Bevor wir mitten im Stadtteil Bešiktas rausgelassen wurden,  konnten wir noch
das veraltete Stadion des Stadtrivalen im Vorbeifahren begutachten. Doch das
erinnerte eher an den altehrwürdigen Bökelberg, als an ein Stadion aus dem 21.
Jahrhundert. Als wir über die Einkaufsstraße in Bešiktas schlenderten, nutzten
viele noch das große Angebot der Nachtszene Istanbuls aus und tranken auf die
nicht mehr nötig gewesenen, aber gerne mitgenommenen drei Punkte und tauschten
ihre Erlebnisse an diversen Theken nochmals aus. Am nächsten Morgen war die
einzige Schlacht die gewonnen werden musste, vom Piloten und dem Flugzeug selbst
bewältigt werden. Einige Flugzeuge starteten mit mehrstündiger Verspätung
aufgrund des großen Schneefalls in Düsseldorf, doch unser Flieger startete und
landete glücklicherweise pünktlich in der Landeshauptstadt. Müde aber
vollgestopft mit neuen Erlebnissen, Bekanntschaften und einer fremden Kultur kam
ich Freitag Abend in Veen City an.
Nun darf am 20.12.2012 gehofft, gezittert und mitgefiebert werden, auf wen unser
aller Dreamteam Mitte Februar treffen wird. Vorzugsweise Rom, Lissabon, London
oder natürlich Liverpool. Aber eigentlich ist es egal wohin die Reise geht -
"Hauptsache Europa"! ;-)

Mit schwarz-weiß-grünen Grüßen

Daniel Holland

P.S.: Lasst uns am Freitag zum Abschluss einer, nicht erwarteten, zwar
spielerisch mäßigen, aber dennoch sehr zufrieden stellenden Hinrunde, den Bayern
die Lederhosen ausziehen. Denn 2012 soll es keine Bayern-Niederlage nach 90
Minuten geben! 

 
von: Josef
am: 11.12.2012 - 17:37
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