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   Glücklich, beeindruckt, aber müde zurück aus Marseille!

Als Ende August die magischen Kugeln gezogen wurden und fest stand in welche Länder und Städte es unsere Borussia in den kommenden Monaten quer durch Europa ziehen wird, war Stefan und mir klar, dass wir mindestens eines der drei Auswärtsspiele im Europapokal besuchen werden. Als wir dann beim Auswärtsspiel in Düsseldorf von Lothar Ewen, einem früheren Mitglied unseres Fanclubs angesprochen wurden, ob wir nicht Lust hätten mit seinem Fanclub "Plan-B" aus Walbeck, nach Südfrankfreich über zu fahren, überlegten wir nicht lange und sagten zu. Rückblickend sollte man festhalten, dass wir diese Entscheidung in keiner Sekunde bereut haben. Nach 17 Stunden Busfahrt, die um 18 Uhr Mittwoch Abend begann und uns von Walbeck über Mönchengladbach bis runter nach Marseille führte, verging die Zeit wie im Flug. Während dessen wurden viele Anekdoten aus vergangenen Spielzeiten mit den noch unbekannten Borussen aus dem Kreis Kleve ausgetauscht und das ein oder andere Bierchen getrunken. Eine Sonderzugfahrt nach Berlin kann lange dauern, aber für eine Autobahnfahrt nach Marseille braucht ein Bus einen großen Kühl- bzw. Frachtraum. ;-)


Donnerstag morgen um 11 Uhr angekommen erwartete uns ein strahlend blauer Himmel und ein kleiner Sandstrand, der leider viel zu wenige Verkaufsstände (nur eine kleine Hütte) für knapp 3-4.000 Borussen zu verzeichnen hatte. Die Stadt mit ihrem großen Hafen, der meiner Ansicht nach das schönere Viertel Marseilles darstellte, konnten wir zwar nur aus dem Bus begutachten, aber teilweise sahen manche Gegenden nicht so einladend aus. Man konnte sich nur schwer vorstellen, das hier 2016 eine EM stattfinden wird. Am Strand angekommen trafen wir nachmittags auf viele Bekannte Gesichter, wie z. B. unsere beiden anderen Fanclubmitglieder Ralph Goertz und Michael Kösters, die schon seit Dienstag in Marseille verweilten und die Stadt schon ausgekundschaftet hatten. Nachdem man sich bis 16 Uhr warm singen und seinen Durst stillen konnte, ging es mit allen anderen Rautenträgern zu Fuß die Straße hinauf, ins ca. 2 km entfernte Stade Vélodrome. Die dort ansässige Polizei war so viele Gästeanhänger nicht gewöhnt und schien teilweise überrascht, beeindruckt bis hin zu überfordert mit der großen Menschenmasse die lautstark durch die Innenstadt zog. Von sämtlichen Anwohnern wurde man dort stolz per Handy-Video aufgenommen und nett und winkend bergrüßt. Obwohl viele Gästeanhänger auf dem Weg zum Stadion, wie auch im Stadion, ihren Pyrotechnik-Vorrat für die Silvester 2012-2015 anscheinend aufbrauchen wollten, blieb es ansonsten friedlich.


Am Stadion angekommen, musste man knapp 30 Minuten warten bis uns die Gendarmerie ins Stadion ließ. Da sie den Geduldsfaden einiger Gladbacher überspannt haben, wollten viele der Mitgereisten Anhänger ohne Rücksicht auf Verluste ins Stadioninnere. Dies wurde mit Pfefferspray jedoch nicht tolleriert. Da man allerdings bereits in einer Vorhalle vom Stadion war und dort keine Richtungen bzw. Blöcke ausgeschildert waren, wurde die Einlasskontrolle zum reinsten Chaos. Dank des Pfeffersprays, was noch in der Luft lag, lief bei jedem die Nase, tränten die Augen oder krazte der Hals. Nur halbherzig wurde man dann von den Polizisten und nicht von Ordnern kontrolliert und konnte ohne weiteres in die verschiedenen Gästeblöcke. Welches Bild uns dann bot und man wahrscheinlich nicht im TV sehen konnte, war, dass der komplette Oberrang der Haupttribüne fest in Gladbacher Hand war. So kam man sich als Fan der "Blauen" teilweise so vor wie wir, als Istanbul zu Gast war. Das Stadion, welches sich im Umbau befindet, bot mit seinen oval-förmigen Tribünen und einen großen Hauch von Tradition, ein funnyrächtiges Bild. Abgesehen davon, dass das Stadion nicht ansatzweise ausverkauft war, machten die Franzosen mächtig lärm und ließen uns an ihrem Südeuropäischen Temperament teilhaben. Die Stimmung und Euporie war bis zum 1:2 bei uns ungebrochen. In der Halbzeit waren wir schon gefühlt in der Zwischenrunde, gegen Ende des Spiel bedient und ausgeschieden und nach dem Abpfiff, dank König Juan, überglücklich und optimistisch was die letzten beiden Auftrittte in der Gruppenphase betrifft.


Nach dem wir vom Ordnungsdienst noch knapp 45 Minuten im Block verweilen mussten, gab sich Trainer Lucien Favre die Ehre und kam aus dem Kabinentrakt um mit uns die "laola" zu zelebrieren. Er schien mindestens genau so erleichtert zu sein wie wir und hatte im Gegensatz zu uns nur einen kurzen Rückflug und keine 17-stündige Busfahrt vor sich. Doch mit einem gefühlten Sieg im Gepäck wurde diese auch gemeistert und wir kamen müde aber zufrieden wieder in unserer Heimat Veen an. Wie Euro-Mike (Mike Hanke) und unser Trainer später im Interview breits sagten, reichen uns zwei Siege um auch im Jahr 2013 noch UEFA-Cup-Luft schnuppern zu dürfen. In diesem Sinne: Mit alle Mann und aus eigener Kraft in die Zwischenrunde!


schwarz-weiß-grüne Grüße


Daniel & Stefan Holland

 
von: Josef
am: 09.11.2012 - 16:24
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